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Strömende Töne

  • 4.–6. Klasse
  • Ökologie
  • Draussen lernen
  • BNE Umwelt/Ressourcen
  • MINT Naturwiss.

Aktivitäten

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Wo höre ich fliessendes Wasser in meiner Lebenswelt, wo kommt es her, wo strömt es hin? Höre ich es am Bach, oder nur in Brunnen, Kanälen und Rohren? Und wie klingt überhaupt ein typischer Bach?

Direkt vor Ort erkunden wir lokale Wasseradern, wie sie Strassen, Quartiere und Landschaften durchziehen, unter- und überirdisch – und erschaffen Klangstücke über unsere natürliche und überbaute Umgebung, wie sie mit und ohne Wassergeräusche tönt. Dabei erforschen wir an einem lokalen Bach das typische Lied aus glucksenden, klirrenden, prasselnden, perligen und tropfenden Klängen – wie es nur ein natürlicher Bach entstehen lässt.

Wir beobachten, wie der Bach sich der Landschaft einpasst und Kiesel, Hölzer, angetriebene Blätter, Pflanzen und Tiere den tönenden Wasserverlauf bestimmen. Wie viel Leben steckt in der Bachmusik? Wie viele seiner Musikstrophen gehen in Rohren und auf begradigten Betonschneisen verloren?

Mal mit geschlossenen Augen, mal mit Hörhölzern oder Mikrofonen lauschen wir der Bachlandschaft und dem Klang menschengemachter Überbauungen und vertonen dann unsere Klangumgebung mit Klangobjekten, kleinen Instrumenten und Naturmaterialien. Dabei lassen wir auch eine Komposition jener lebensfrohen, ökologisch gesunden Wasserlandschaft entstehen, in der wir gerne zusammen leben möchten. Lokale Expert:innen und eine Umweltschutzorganisation helfen uns dabei.

Das Fototagebuch unserer ausserschulischen Projektvariante am Bach gibt es hier:

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Lernziele

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Die Schüler:innen können Naturgeräusche und urbane Klänge musikalisch frei interpretieren und dabei Objekte, kleine Instrumente und Naturmaterialien als klanggebende Materialien benutzen, um zeitgenössische Klangstücke zu komponieren, die ökologische Prozesse illustrativ oder kritisch thematisieren, und die sie in geeigneter Form öffentlich aufführen.

Lehrplan 21

Im Projekt lernen die Schüler:innen, über reflektierte und künstlerische Zugänge Ökologie als komplexe Herausforderung für Natur- und Stadtraumgestaltung zu verstehen. Sie integrieren eigene Lebenserfahrungen und auditive Wahrnehmungen mit biologischen und sozialen Perspektiven in einer künstlerischen Gemeinschaftsarbeit, in der sie vorgefundene Realitäten musikalisch ihren eigenen Visionen gegenüberstellen.

Ökologische Klangforschung

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Projektrahmen

  • Das Projekt findet in der Schule, der urbanen Schulumgebung und an einem lokalen Bach statt.
  • Insbesondere für die Arbeit am Fliessgewässer benötigen die Schüler:innen trittfestes, je nach Witterung wasserdichtes Schuhwerk und wasserdichte Hosen, und je nach Jahreszeit warme Kleidung und eine Regenjacke.
  • Bewährt haben sich Orte mit einer Sitzgelegenheit und evtl. Feuerstelle und/oder einem Unterstand.
  • Die Schüler:innen sollten einen Snack und Wasser dabei haben. Ein Znüni oder Zmittag kann ins Projekt eingebaut werden.
  • Ein Erste-Hilfe-Set, Mückenspray, eine warme Decke und 1–2 Handtücher sind empfehlenswert.
  • Um Projektmaterialien ins Klassenzimmer zurückzutragen, braucht es 1–2 grosse Tragetaschen.
  • Inputs von lokalen Expert:innen und einer Umweltschutzorganisation können in das Projekt integriert werden.

Organisation + Finanzen

  • Am besten melden Sie sich so früh wie möglich für unsere Projekte an – registrieren kann man sich jederzeit.
  • Die Schüler:innen benötigen keine musikalischen Vorkenntnisse. Instrumentale und theoretische Fähigkeiten bauen wir aber gerne ein, und Musikinstrumente der Schüler:innen und vom Musikzimmer sind sehr willkommen.
  • Ab circa 10 Lektionen Projektlänge arbeiten wir meistens auf eine Abschlussaufführung oder -installation hin.
  • Für die Projektarbeit braucht es einen grossen leeren Raum – am besten mit einem weiteren (kleineren) Raum für die Gruppenarbeit. Das Klassenzimmer kann als Versammlungsraum oder für eine Gruppenarbeit fungieren.
  • In bestimmten Gemeinden sind die Projekte für Ihre Schule kostenlos, in anderen erwartet die Fachstelle für Kulturvermittlung, dass sich die Schule an den Projektkosten beteiligt.

Mehr Details und weitere wichtige Infos:

STRÖMENDE TÖNE